Der Beginn einer neuen AG: Der Politik-Workshop!

 

20.02.2001

 

Am 07.02.2001 war „Schnuppertag“ an unserer Schule, jeder konnte in die neuen und nicht-mehr-neuen AG-Angebote hineingucken und einfach mal „checken“, ob es einem gefällt! Zuvor hatte ich von Herr Müllers Werbekampagne für den neuen Politik-Workshop Kenntnis genommen und irgendwie war das Interesse gleich da. Also, ging ich, als eine von vierzehn Schülerinnen, die sich ebenfalls von den Werbeplakaten angesprochen fühlten, gespannt und voller Erwartungen (vielleicht Wünschen) zu dem ersten Treffen. Meine Vermutungen, die AG könnte unserem Politikunterricht sehr ähnlich werden, bestätigte sich aber nicht, stattdessen konnten wir erst mal zu Fragen wie:

Was ist Politik?

Wie sind Politiker?

Warum bin ich hier?

Welche Themen interessieren mich?

 

unsere Meinungen und Vorschläge äußern.

Hier ein kleiner Einblick:

 

Politik ist......

- mega spannend

- interessant

- was zum Denken

- Betrug/ Bestechung

- schwer zu verstehen, aber wenn man durchblickt ist es interessant und es ist wichtig

- die Gestaltung des Staates und de Zusammenlebens

 

Politiker sind.....

- Menschen, die versuchen, das Land in Ordnung zu halten

- Meinungsvertreter des Volkes

- die Leute die Einfluss auf unsere Zukunft haben

- manchmal Betrüger

- oft nicht sehr begabt

- sind verlogen und sabbeln viel

- Menschen, die von dem Volk gewählt werden, um ihr Land zu repräsentieren

 

Warum bin ich hier?

- um die Möglichkeit zu nutzen, das Zusammenleben mitzugestalten

- um für mich neue Erkenntnisse über Politik zu finden

- weil wir noch nie richtigen Politikunterricht in GSW gemacht haben und mich das interessiert

- weil ich ein bisschen mehr versteh will

- weil ich wissen möchte, wo und wie ich etwas beeinflussen kann

- weil Alina gesagt hat, wir gehen dahin

 

Welche Themen interessieren mich?

- Rassismus

- Atommüll

- Frauenrechte

- Todesstrafe

- Massentötung von Rindern

- Nachrichten

- Dollar und Euro

- Mobbing

- Gruppenzwang

 

Nachdem wir uns zu all den Fragen Gedanken gemacht hatten und schon kleinere Diskussionen begonnen hatten, war die AG-Zeit leider schon zu Ende!

Doch schon am 14.02. war wieder Mittwoch!

Zu diesem (nun verbindlichen) Treffen kamen dann 13 Schülerinnen (leider konnte Herr Müller keinen Jungen bzw. Mann dazu bewegen an dem Workshop teilzunehmen!), die Interesse an der neuen AG gewonnen haben.

An diesem Tag wurde mir der Unterschied zu dem „normalen“ Unterreicht doch sehr bewusst, denn Herr Müller gab uns keinerlei Aufgaben, nachdem wir gemeinsam das Thema (Rassismus) festgelegt hatten.

Anfangs war die Situation doch etwas ungewohnt: Man ist in der Schule, versucht etwas zu erarbeiten, doch hat an sich keine Aufgabe. Wir wussten gar nicht so recht, was wir nun tun sollen, doch irgendwie sind wir dann doch in ein sehr spannendes und mit persönlichen Erfahrungen erfülltes Gespräch gekommen.

Wir hatten alle viele Fragen und wir bemerkten, dass wir noch kein Ziel im Auge hatten , was wir verfolgen können, also ergab sich erst mal eine Diskussion, in der wir versuchten zu klären, was Rassismus überhaupt ist! Dabei kamen uns Gedanken zu Themen wie, z.B. Vorurteilen, Angst und Außenseiter. Wir fragten uns nach den Gründen, wo es Rassismus gibt, vielleicht sogar an unserer Schule?

Ganz schnell wurde auch Mobbing ein Thema, obwohl wir ziemlich schnell bemerkten, dass wir gar keine richtige Definition von „Mobbing“ vor Augen hatten! Gesprächsfetzen unserer gemeinsamen Erklärung waren z.B.:

 

„......jeder hat seine eigenen Vorstellungen.....!“

„.....unter Druck setzen .....und ....unfair behandeln....!“

„....Ignoranz......Freundlichkeit ........Unfreundlichkeit.....Wertmaßstäbe......“

„ ........ ist schon Angriffsfläche vorhanden....?“

„.....ab wann ist es Mobbing, was ist Lästern....?“

„......WARUM???.......“

 

Unser Gespräch war von eigenen Eindrücken und Erfahrungen geprägt, wir bemerkten auch, dass es selbst in unserer Schule solche Dinge gibt!

Doch dies waren erst die ersten beiden AG-Nachmittage, in denen wir erst mal versuchten, überhaupt Vorstellungen von unserem Workshop zu bekommnen und wir hoffen, dass wir alle, am Ende des Workshops jeder persönlich etwas für sich selber erreicht hat!

 

Anja Humburg