Zerstörung der Regenwälder

   

Vulkanausbrüche haben den Treibhauseffekt vorübergehend gemildert

Die Erwärmung der Erde hätte in den vergangen Jahren sehr viel deutlicher ausfallen können. Vulkanausbrüche haben jedoch höher gelegene Schichten der Atmosphäre vorübergehend gekühlt. Das berichtet ein internationales Team aus amerikanischen, englischen und deutschen Wissenschaftlern im Fachmagazin "Journal of Geophysical Research - Atmospheres".



Die Geoforscher um Benjamin Santer vom amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory haben Klimawerte der vergangenen zwanzig Jahre neu bewertet. Dabei entdeckten sie, dass in bisherigen Berechnungen die Wirkung von Vulkanausbrüchen fehlten, etwa der des El Chichón in Mexiko 1982 und des Pinatubo auf den Philippinen 1991. Die Ausbrüche wurden übersehen, weil gleichzeitig auftretende El Ninõ-Klimaschwankungen des Pazifiks den Effekt der Eruptionen in den Meßwerten verdeckt hat.

Während die Luft direkt über der Oberfläche der Erde in den letzten zwanzig Jahren deutlich wärmer wurde, verhinderten die bei Vulkanausbrüchen ausgespuckten Staubpartikel eine Erwärmung der gesamten Troposphäre, die sich vom Erdboden bis in etwa acht Kilometer Höhe erstreckt. Aber auch das Schwinden der Ozonschicht wirkte kühlend auf höhere Schichten die Troposphäre, sagen die Forscher.

Ihre Entdeckung erkläre auch, warum Satellitendaten trotz des zunehmenden Treibhauseffektes auf der Erdoberfläche keine Erwärmung der Troposphäre anzeigen, merken die Forscher an. Die Satellitendaten dienten in der Vergangenheit Skeptikern als Argument gegen die Erderwärmung.

Brandrodung

Der Mensch zerstört seine eigene Umwelt durch Brandrodung (shifting cultivation), Plantagenwirtschaft und extensive Weidewirtschaft. In ca. 80 Jahren wird der tropische Regenwald komplett verschwunden sein, wenn Raubbau und Abforstung diese Geschwindigkeit beibehalten.
Das Problem der Brandrodung besteht darin, dass die Bäume gefällt und verbrannt werden. Nach ca. zwei Jahren sinkt der Ertrag, weil die Nährstoffe aus der Asche aufgebraucht sind und die Bauern ziehen weiter. Es wächst ein sogenannter Sekundärwald (savannenartige Graslandschaft) nach, der im Gegensatz zum ursprünglichen Regenwald verändert ist. Je mehr Menschen nun von dieser Brandrodung leben müssen desto öfter wird gerodet und der Wald kann sich nicht erholen, was zu schweren Störungen im Ökosystem Regenwald führt.

Die Humusstoffe liefern beim Abbau der organischen Substanz eine gewisse Menge mineralischer Nährstoffe, die wieder in den Nähstoffkreislauf der Pflanze einbezogen werden. Huminsäuren sind gleichzeitig Träger der Austauschkapazität. In den Tropen dominieren die Endprodukte Kaolinit und Gibbsit.

 

Wer zerstört den Regenwald?

FällmaschineIn vielen Ländern des tropischen Regenwaldgürtels sind die Menschen gezwungen, ihre Dörfer oder Städte zu verlassen, weil sie dort keine Arbeit finden und nicht überleben können. Oft bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als den Versprechungen der Regierung Glauben zu schenken, im Regenwald könnten sie mit einem Stück Land ein besseres Leben führen.

Da sie keinerlei Erfahrung mit dem Leben im Urwald haben und es nicht besser wissen, machen sie es den Großgrundbesitzern und Viehbaronen nach: Die brennen nämlich riesige Regenwaldflächen einfach nieder, um Weideland für Rinderherden zu gewinnen oder Futtermittel anzubauen. Und so stecken auch die Neulinge im Wald große Flächen in Brand, um Ackerland zu erhalten. Zunächst ist der Boden noch fruchtbar, da er von der Asche gedüngt wurde. Daß aber nach ein paar Jahren intensiver Bebauung nichts mehr wächst, hat ihnen niemand gesagt. Schließlich müssen sie weiterziehen. Das nächste Stück Regenwald geht in Flammen auf.

HolzfällerIn Brasilien gehört über die Hälfte der fruchtbaren Böden einigen wenigen reichen Familien (vier Prozent der Gesamtbevölkerung). Für die armen Bauern gibt es deshalb keine Ackerflächen mehr, und sie werden von der Regierung in den Regenwald geschickt. Die brandrodenden Kleinbauern sind nicht die eigentlichen "Bösewichte". Sie sind Opfer der Verhältnisse. Wie der
Regenwald.

Tropenholz zum Spottpreis

HolzstapelDie meisten Tropenholzprodukte (Fensterleisten, Besenstiele, Klodeckel, Eßstäbchen, Frühstücksbrettchen, Möbel, Spanholz), die bei uns, in Japan und in den USA zu Schleuderpreisen angeboten werden, könnten auch aus einheimischen Hölzern angefertigt werden. Selbst für die Papierherstellung werden die Urwaldriesen gefällt. Ein wesentlicher Grund für die Abholzung der Regenwälder liegt also hier bei uns.

"Selektiver" Holzeinschlag

Die Holzfirmen behaupten, dem Wald nicht zu schaden, da sie ihm immer nur einzelne wertvolle Bäume entnähmen. Sie nennen dies selektiven Einschlag (selektieren heißt auswählen). Das Gegenteil ist der Fall: Selbst wenn in einem Waldgebiet nur wenige Bäume geschlagen werden, können dabei bis zu 50 Prozent des Kronendaches zerstört werden.

Nicht nur beim Fällen werden zahlreiche andere Bäume und Pflanzen mit umgerissen. Um an die ausgewählten Bäume zu gelangen, müssen Schneisen in den Wald geschlagen werden, Straßen für die LKW gebaut, Holzlagerstätten und Camps für die Arbeiter geschaffen werden. Durch die Straßen werden bisher unzugängliche Gebiete geöffnet. So ist es überhaupt erst möglich, daß landlose Siedler in den Regenwald eindringen können.



Der Treibhauseffekt

Die Zusammensetzung der Luftschicht, die die Erde umhüllt, beginnt sich langsam aber stetig zu verändern. Der Gehalt an Kohlendioxid (CO2 ) nimmt ständig zu und sorgt wie das Glasdach eines Gewächshauses dafür, daß die Sonnenwärme zwar auf die Erde einstrahlen, aber nicht wieder richtig zurückstrahlen kann. Dadurch wird es wärmer auf der Erde. Dieses Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung organischen Materials, unter anderem also bei der Verbrennung von Holz, Kohle und Öl. In den Industriestaaten wird am meisten CO2 in die Atmosphäre geblasen: Millionen von Auto-Auspuffrohren und Hunderttausende von Fabrikschloten setzen riesige Mengen an CO2 frei. Werden große Regenwaldflächen niedergebrannt, so führt auch das zur Verschärfung des Treibhauseffektes.