Schüleraustausch der 9f nach Objezierze/Polen vom 24.9.-28.9.2001


Erlebnisse und Eindrücke - aufgeschrieben von Siobhàn

 

Nach einer langen aber lustigen Bahnreise kamen wir endlich in Posen an, wo wir mit einem Bus nach Obejezierze zur polnischen Partnerschule gebracht wurden. Es erwartete uns ein wunderschönes Schloss, das zur Schule dazugehörte (siehe Bild).

 

 

In diesem Schloss wurden wir offiziell empfangen und wir tranken Tee, das polnische Nationalgetränk, das wir in den nächsten Tagen fast ausschließlich tranken ;-)  Nachdem die Lehrer und die Klassensprecher eine kurze Rede gehalten hatten, wurden wir in den Gastfamilien aufgeteilt. Zu Hause bei meiner Gastfamilie gab es dann Abendessen, wonach ich totmüde ins Bett fiel.

Am nächsten Tag fuhr ich mit meiner Austuschschülerin mit dem Bus zur Schule. Wir hatten in den nächsten Tagen volles Programm. Es war sogar etwas zu voll, wie wir bald feststellten. Wir hatten kaum Freizeit und oft wurde es auch etwas langweilig. Die polnischen Lehrer hatten ich aber sehr viel Mühe gegeben, ein interessantes Programm zusammenzustellen.

Uns wurde das Schulgelände und das Dorf gezeigt. Wir haben den Fußballplatz und die Kirche besichtigt. Mir ist aufgefallen dass die Kirche sehr prachtvoll war, für so ein kleine Dorf. Die Gegend sah eigentlich sehr arm aus, die Häuser waren nicht sehr sorgfältig in Schuss gehalten, aber die Kirche war sehr liebevoll gestaltet, an ihr hatte man nicht gespart. Es war für mich ein Zeichen wie wichtig die Religion für die Menschen da ist.

Abends haben mal die polnischen Schüler für uns Musik gespielt. Es war sehr schön, im Kerzenlicht Gitarrenmusik zu hören und zu singen...

Alle haben unseren Besuch sehr wichtig genommen. Die Lehrer haben sich ein Programm für uns überlegt, für unsere Partnerschüler ist die Schule ausgefallen und wir hatten sogar einen sehr offiziellen Empfang bei dem Bürgermeister. Wir waren alle sehr erstaunt, dass sich sogar der Bürgermeister von Obornicki (Obornicki ist etwa so groß wie Lüchow, oder Dannenberg) Zeit nimmt, um eine Gruppe von Schüler/innen zu treffen. In Deutschland würde man so was nicht so ernst nehmen, aber in Polen war die „Deutsch-Polnische Freundschaft“ den Menschen sehr wichtig.

In Obornicki hatten wir auch die Chance schwimmen zu gehen oder die Stadt zu besichtigen.

Ein Ausflug nach Posen war auch geplant. Posen ist etwa so groß wie Lüneburg. Da konnten wir essen gehen und in der Stadt bummeln. Außerdem sind wir da zu einem Modemuseum gegangen und wir haben zwei Kirchen besichtigt.

Eine der beiden Kirchen:

 

 

Außerdem hatte Posen einen schönen Marktplatz. Im Sommer muss er am schönsten sein, wenn man draußen im Café sitzen und Tauben scheuchen kann.

Ein Bild von dem Marktplatz:

 

 

Wir haben außerdem eine Wolfzuchtstation besucht und sind zu dem Polenmarkt gefahren.

Leider musste ich feststellen, das es unmöglich ist ein Freundschaft aufzubauen, wenn man fast gar nicht kommunizieren kann, wie es bei mir und meiner Gastschülerin leider der Fall war. Trotzdem haben viele Schüler/innen geweint als wir abreisen mussten. Ich glaube wir waren alle etwas überrascht dass es ihnen so schwer fiel. Aber daran konnte man erkennen, wie wichtig unser Besuch ihnen war. Sie haben während der Zeit wo wir da waren auch alles getan, damit wir uns wohlfühlten.

Wir wurden in Polen von den Meisten sehr gut aufgenommen. Eine anstrengende, aber auch schöne Woche lag hinter uns.

 

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