Schüleraustausch der 9f nach Objezierze/Polen vom 24.9.-28.9.2001


Erlebnisse und Eindrücke - aufgeschrieben von Charlotte

 

Am Montag, dem 24.09.01, starteten wir, die Klasse 9f, unsere Studienreise vom Bahnhof Salzwedel nach Polen. Die Zugfahrt begann schon erstmal ganz lustig; alle waren irgendwie gut drauf und ich freute mich auch schon auf Objecherge, dort wo das Internat liegt, indem unsere Partnerschüler zur Schule gehen. Nach längerer Zugfahrt hatten wir dann in Frankfurt/Oder eine längere Pause, wo die meisten von uns sich mit Burgern versorgten. Ab Frankfurt/Oder fuhren wir dann in einem ulkigen Zug, der in der oberen Etage dunkel war und etwas komisch roch; er erinnerte mich ein bisschen an den Zug in dem Harry Potter in die Zauberwelt fuhr. Als wir dann nach ca. 8 Stunden lustiger Bahnfahrt in Posen ankamen, wurden wir von einem sehr freundlichen Unikum abgeholt, Adam Malinsky. Adam Malinsky führte uns zu einem Bus, der wohl schon etwas älter war, und wir fuhren dann auch gleich weiter nach Objecherge.

Nach ca. 1-stündiger Busfahrt kamen wir dann Country-Roads singend auf einen wunderschönes Internatsgelände. Das Internat, welches ein Schloss ist, sah total beeindruckend aus. Wir wurden sehr freundlich mit Tee und Kecksen  empfangen und auf unsere Gastfamilien verteilt. Ines, Eva und ich kamen zusammen zu Martina. Wir wurden dann  von ihrer Mama abgeholt und ganz nett von der restlichen Familie mit Küsschen empfangen. Ich hatte den Eindruck, dass es der Familie sehr gut geht. Martins wohnt mit ihrer Mutter und ihrern Großeltern zusammen in einem relativ großem Haus. Das Haus ist sehr gut erhalten und ist modern eingerichtet. Viele Häuser in Polen sehen schon etwas herrunter gekommen aus. Ich glaube auch, dass die Polen nicht so einen hohen Lebensstandard haben wie wir Deutschen.

Am ersten Abend gab es viel zu essen , Brötchen, Käse, Wurst, eigentlich alles, was es bei uns zu Hause auch zu essen gibt. Jeden Morgen und Abend gab es schwarzen Tee, wovon ich dann nach einer Woche auch langsam genug hatte. Nach einer erholsamen Nacht sind wir dann am nächsten Morgen wieder zur Schule gefahren. Unsere Klasse wurde ganz offiziell allen Schülern vorgestellt. Die Gastfreundlichkeit, die wir in Polen genießen durften , war sehr groß. Adam Malinsky, unser Dolmetscher und Führer hat sich sehr viel Mühe gegeben uns ein interessantes Programm zu bieten und uns möglichst viel von Polen zu zeigen, was ich manchmal ein bisschen viel war. Nach dem 2. Abend war ich wieder ziemlich müde, Ines und Eva wohl auch, deshalb waren wir dann überrascht, als Martina, unsere Gastgeberin mit uns nocheinmal abends zum Schloss bzw. Internat wollte. Naja, wir wollten nicht unhöfflich sein und stimmten zu, was Martina vorschlug. Ziemlich  erschöpft kamen wir dann im Schloss an, es war sehr schön dass wir doch noch hin gefahren sind. Einige Schülerin haben Gitarre gespielt und ganz schöne Lieder gesungen. Es war eine ganz besondere Stimmung in dem Saal, wo wir saßen, die Musik und dazu leuchteten ein paar Kerzen.

Zu unserem Programm gehörte auch ein Ausflug nach Posen, die Größe dieser Stadt ungefähr wie Hannover. Dort sind wir dann wieder mit dem Bus hingefahren. Wir haben uns eine sehr schöne Kirche angeguckt, die faszinierend war. Sie ist aus der Barock-Zeit; wunderschön angemalt und bis ins Detail bearbeitet. Es war ein seltsames Gefühl sich in einer so pompösen Kirche aufzuhalten, denn ich kam mir so klein vor. Nachdem wir unseren Pflichtteil an Museen absolviert hatten, sind wir dann in Gruppen in die Stadt gegangen. Jana, Gaby, Ines und ich wollten uns von Michael, auch ein polnischer Schüler, ein paar gute Läden zeigen lassen. Da ich leider nichts richtiges gefunden habe, saßen wir dann noch einbisschen auf einer Parkbank um uns die Zeit zu vertreiben. Das war auch ganz nett einfach nur Menschen anzugucken. Abends als wir dann wieder angekommen waren, gab es in der Mensa noch Essen, obwohl wir eigentlich alle nicht besonder viel Hunger hatten. Man muss sich erstmal daran gewöhnen, dass die polnische Küche etwas anders schmeckt als die deutsche; naja, vielleicht lag es ja auch daran, dass das Essen in der Mensa generell nicht so gut schmeckt, wie mir eine polnische Schülerin gesagt hat.

Das war meine erste Erfahrung mit einem Austausch einer ausländischen Partnerschule, die ich sehr wichtig und spannend fand. Ich denke es ist wichtig diesen Kontakt zu der polnischen Schule zu erhalten, denn  für die Völkerverständigung ist das ein wertvolles Projekt. Ich wünsche jeder Klasse so eine Erfahrung selbst machen zu können, und somit vielleicht auch Vorurteile gegenüber Ausländern abzubauen. Ich persönlich habe durch diesen Austausch festgestellt, dass man erst merkt wenn man über seinen eigenen Tellerrand hinaus schaut, merkt wie gut es einem bzw. uns geht. Das ist aus meiner Sicht eine wertvolle Erkenntnis.

Ich freue mich schon sehr auf den Besuch unserer Partnerschüler und hoffe, dass es ihnen auch gut gefällt.

 

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