Studienfahrt der Klasse 10 c nach Berlin vom 21.5.-24.5.2002


Das ,,Jüdische Museum“ Berlin

 

Es waren die zwei verschiedenen, sich von einander abhebenden Gebäude des jüdischen Museums, welche am Mittwoch, dem 22.05.2002, unsere Aufmerksamkeit auf sich zogen. Warum empfinden wir, dass sie sich voneinander abheben?

 

Aufgrund dessen, dass das eine nach einem altertümlichen Baustil und das daneben stehende mit Blech umkleidete Gebäude der modernen Architektur entspricht -  dadurch entstand ein unübersehbarer Kontrast.

 

Wie ein zerschlagener Davidstern wirkt Daniel Libeskinds von der Öffentlichkeit und der Architekturkritik begeistert aufgenommenes Jüdisches Museum. Nebenan der Barockbau des Berlin-Museums.

   

Im Museum angekommen, wurden wir von einer Führungskraft empfangen, die uns bei unserem Rundgang informierte und begleitete. Da ein gesamter Rundgang zu ausführlich und zeitraubend gewesen wäre, spezialisierten wir uns auf Holocaust. Da wir dieses Thema schon so ausführlich im Unterricht bearbeitet hatten, glaubten wir die nächste Stunde in einem Zustand der Langenweile zu verfallen. Doch überraschenderweise erweckte der Rundgang viel Interesse bei uns, da Herr Green (unser Museumsführer) sich bemühte unsere Gedankengänge, wie auch unsere Empfindungen mit einzubauen. Diese Stunde für unsere Führung haben wir um fast das Doppelte überschritten, weil immer wieder neue Fragen auftauchten um das Thema besser zu verstehen.

 

Besonders auffällig durch ihre Individualität sind „der Garten des Exils“,  der Holocaust Turm und das „Gefallene Laub“.

 

Bei dem „Garten des Exils“ handelt es sich um 49  Betonpfeiler, welche 6 Meter hoch sind und eng nebeneinander aufgereiht sind. Wir fühlten uns eingeengt in unserer Bewegungsmöglichkeit, obwohl uns das Gehen in jede Richtung möglich war, und wir machten viele Umwege auf dem Weg zu unserem Ziel. Bei dem „Gefallenen Laub“ handelt es sich um einen Raum, welcher gefüllt mit 10.000 weinenden, schreienden, traurig guckenden Gesichtern aus Altmetall gefüllt ist. Dieser symbolisiert das Leid, welches die Juden in der Zeit des Nationalsozialismus durchstanden haben – das war auf jeden Fall unsere Auffassung von dieser Arbeit.

 

Der 24 Meter hohe, aus Beton gebaute Holocaust Turm ist von der Dunkelheit völlig eingenommen, die einzige Lichtquelle ist die eines hoch liegenden Fensterspaltes, durch den ein bisschen Licht durch den Raum flutet. Wir fühlten uns wie von der restlichen Welt abgetrennt, da wir nur leise, gering die Geräusche der Außenwelt, die des Verkehrs, aufnehmen konnten. In seiner Nacktheit soll dieser Turm an die Opfer des Massenmordes erinnern.

 

Ein sehenswertes, informatives Museum, welches nicht nur inhaltlich interessant ist, sondern auch Fantasie anregt, weil man automatisch hinterfragt, warum der Neubau von der Gestaltung  so individuell und außergewöhnlich ist.

 

Zoé und Matthias.

 

zurück zur Auswahl der Berichte und Fotos über die Studienfahrt der 10 c


© 2001 - design by blueboxx webdesign - content management by web-team