Mit Programmen Stimmen fangen - Wahlkampfveranstaltung an der KGS

Spitzenkandidaten stellten sich ihren Wählern vor


    

    

© Mit flammenden Reden und mit ehrgeizigen Programmen versuchten die Zehntklässler der KGS Clenze, beim Planspiel "Wahlen" die Stimmen ihrer Mitschüler zu bekommen. Aufn.: web-team.

pw Clenze. »Wenn ich in der 10. Klasse bin, werde ich auch der Spitzenkandidat meiner Partei sein» sagt ein Siebtklässler, als er vor den Wahlplakaten der 10. Klassen steht. In der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Clenze findet das Planspiel »Wahlen» bereits zum zweiten Mal in Folge statt.

 

Dafür bilden die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen schulzweigübergreifende Parteien, verfassen Wahlprogramme, wählen einen Spitzenkandidaten, stellen Direktkandidaten für die einzelnen Schulzweige auf und vergeben Listenplätze. Ihre Wahlziele sind häufig durch Umfragen unter den Mitschülern entstanden, denn obwohl die Wahl ein Spiel ist, wollen viele der Kandidaten versuchen ihre Programmpunkte umzusetzen. Wem das gelingt, den erwartet am Schuljahresende eine Extraprämie. Ebenso wie die Partei, die die Wahl gewinnt.

 

Aber erst einmal hieß es vor einigen Tagen auf der Wahlveranstaltung, die Ziele der Partei dem potenziellen Wähler auch ordentlich zu verkaufen und auf Fragen der Wähler die richtigen Antworten zu finden. Die Programme, mit denen Stimmen gefangen werden sollen, enthalten zum Teil ehrgeizige Ziele: die Verbesserung der Bussituation, pro Klasse ein Computer, für jeden Schüler ein Spind, ein Wiederaufleben des Schülerradios, Umgestaltung des Forums und vieles mehr. Die Parteien hatten sich auf die Wahlveranstaltung gut vorbereitet, sie schickten jeweils einen Spitzenkandidaten ins Rennen, von dem sie sich erhofften, dass er in der Lage sei, sie gut nach außen zu vertreten. Mit viel Beifall spornte das begeisterte Publikum die Kandidaten an. Die Wähler hinterfragten konkret, was genau die Kandidaten verändern wollen, wie sie bei Projekten das Geld beschaffen werden und wie viel dafür benötigt wird. Nicht jede Antwort konnte überzeugen.

 

Mit dem Planspiel soll »eine Form Politik konkret erlebbar» gemacht werden, sagt Jana König, kommissarische Fachbereichsleiterin für Gesellschaftswissenschaften. Ein Aufwand, der sich lohne, wenn man die Schüler als Akteure - sowohl als Wähler als auch als zu Wählende - erlebe. Die Wahlergebnisse werden in den nächsten Tagen feststehen.


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