Sammeln für Straßenkinder
Clenzer Schüler engagiert


    

    

© Schuheputzen - für viele Kinder in den armen Regionen der Welt leider Alltag. In Clenze haben am Mittwoch Schüler und Schülerinnen der Drawehn-Schule am Jahrestag der Kinderrechtskonvention auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und Spenden gesammelt. Aufn.: K.-F. Kassel.

 

fk Clenze. Schuhe putzen, Autoscheiben waschen, Einkaufskörbe fahren - Tätigkeiten, mit denen Straßenkinder in aller Welt ihr Leben fristen. Bes-tenfalls geduldet, oft geschlagen, beleidigt, in einigen Ländern auch getötet.

 

Am Mittwoch wiesen zwei Klassen der Clenzer Drawehn-Schule mit ihren Aktionen auf das Schicksal dieser Kinder hin.

 

Um Spenden zu bekommen, hatten sich die Schüler ausgedacht, selbst die Tätigkeiten der Straßenkinder auszuüben. So versuchten sie in Clenze vor Supermärkten, Kunden fürs Schuheputzen zu bekommen. Oder Aufträge, den Einkaufswagen zum Auto zu fahren. Das Scheibenwaschen fiel schon von vornherein den Frosttemperaturen an diesem Morgen zum Opfer. Aber auch für die anderen Tätigkeiten gab es kaum Nachfrage. Mit ungeputzten Schuhen war niemand außer Haus gegangen. Und die Einkaufswagen schob man lieber selbst vor sich her. Andererseits war die Spendenfreudigkeit der Clenzer dadurch nicht beeinträchtigt. Insgesamt kamen 434 Euro an diesem Vormittag zusammen.

    

    

© Als Straßenmusikanten sammelten Clenzer Schüler und Schülerinnen Spenden für die Straßenkinder der Welt. das Geld geht an die Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes. Aufn.: K.-F. Kassel.

 

Das Geld geht an die Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes. Die hatte mit dem Aufruf zu Spendenaktionen an den Jahrestag der Kinderrechtskonvention erinnert. Am 20. November 1989 wurde diese Konvention verabschiedet, in der erstmals die Rechte von Kindern weltweit festgelegt wurden.

 

Dennoch gibt es weiter Kindersoldaten, werden in Indien von Kindern Billigtextilien für den europäischen Markt gefertigt. Oder schlagen sich Straßenkinder durch ihr gefährliches Leben. Gemischt seien die Reaktionen der Clenzer Bürger, berichteten die Schüler über ihre Erfahrungen beim Spendensammeln. Vom sprachlosen Unverständnis bis zum aggressiven "Mir spendet auch niemand was" reichte die Palette der Unfreundlichkeiten. Dass es auch freundliche Anteilnahme gab, weist der Spendenbetrag aus.


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