Botschaften an Europa
Drawehn-Schule: Comenius-Projekte begannen


    

    

© 84 Luftballons tragen seit gestern "Botschaften an Europa". Die 100 Achtkläßler der Drawehn-Schule in Clenze ließen gestern Mittag die Ballons mit Grußkarten fliegen - wie viele tausend andere Jugendliche an zahlreichen Schulen in 30 europäischen Ländern. Aufn.: D. Boick.

dm Clenze. Dass tausende Schülerinnen und Schüler aus 30 europäischen Ländern ein paar 100 Jahre später per Internet miteinander kommunizieren würden, das hätte sich der tschechische Theologe und Pädagoge Comenius im 17. Jahrhundert bestimmt nicht träumen lassen.

Vermutlich hätte er damals noch nicht einmal geglaubt, dass kleine Ballons einige 100 Kilometer durch Europa fliegen würden, um Grußkarten von Deutschland nach Holland, Belgien oder Frankreich zu tragen. Gestern zwischen 12 und 13 Uhr schickten Jugendliche an vielen Schulen in ganz Europa Luftballons auf die Reise.

Auch 100 Achtkläßler der Drawehn-Schule ließen kurz nach 12 Uhr 84 »Botschaften an Europa» fliegen. Diese Aktion ist Teil der Comenius-Woche, die derzeit an allen Schulen stattfindet, die sich an dieser nach dem Gelehrten benannten Schulpartnerschaft der Europäischen Union beteiligen. Für die Jungen und Mädchen der Drawehn-Schule begannen gestern zudem die neuen Projekte, die sie im Rahmen des Comenius-Programms bearbeiten. In diesem Schuljahr beschäftigen sich die Jugendlichen mit ihrer näheren Umgebung: mit der Tier- und Pflanzenwelt, mit Rundlingsdörfern, der Kräuterheuproduktion auf den Dummewiesen, mit Mühlen, mit Stoffen aus Leinen und Brennnesseln, mit der Kuh oder mit wendländischen Spezialitäten.

Die Ergebnisse der Projekte werden auf der Homepage der Kooperativen Gesamtschule, www.drawehn-schule.de, veröffentlicht. Das Internet ist das Medium, über das Jungen und Mädchen von 3000 Comenius-Schulen miteinander kommunizieren. Die Jugendlichen und ihre Lehrer aus Clenze haben besonders enge Kontakte zu drei Partnerschulen in Irland, Italien und Frankreich geknüpft, mit denen bereits Partnerschaftsverträge abgeschlossen worden sind. Erst vor ein paar Tagen waren Lehrer aus Tobbercurry, Viarmes bei Paris und Rom im Südkreis zu Besuch.

Die 13- und 14-Jährigen beteiligen sich schon im zweiten Jahr am Comenius-Programm. Auch möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer sollen in die auf drei Jahre angelegte Aktion eingebunden werden. Deshalb werden die Projekte jährlich von anderen Lehrkräften geleitet.

Dass ihre Schule in das Comenius-Programm aufgenommen worden ist, das können sich die Kinder und Jugendlichen nun täglich anschauen. Schulleiter Rainer Schlademann schraubte gestern am Eingang eine kleine Tafel an die Wand, auf der bestätigt wird, dass die Drawehn-Schule eine zertifizierte Comenius-Schule ist.


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