Drei neue Klassen für KGS Clenze

Kreisausschuss bestätigte Eilentscheidung - Container werden aufgestockt


    

    

© Auf vorhandene Container, die in der KGS als Schulklassen genutzt werden, sollen weitere aufgestockt werden, um drei neuen Klassen Platz zu bieten. Aufn.: K.-F. Kassel.

fk Breese/Marsch. Die Kooperative Gesamtschule in Clenze (KGS) kann den Schülerzulauf nicht mehr bewältigen. 32 Schulklassen müssen mit 27 Klassenräumen auskommen. Fachräume, die mit speziellen Installationen versehen sind, dienen dem allgemeinen Unterricht. Der Kreisausschuss hatte nun beschlossen, die Not zu lindern. Es werden Container für drei weitere Klassen beschafft und auf die vorhandenen aufgestockt. Diese Mitteilung erhielt der Kreistag in seiner Sitzung in Breese/Marsch.

 

Der Kauf der Container war als Eilentscheidung der Verwaltung gefallen. Der überplanmäßige Ausgabe von 130 000 Euro stimmte der Kreisausschuss auf Empfehlung des Schulausschusses zu. Die Finanzierung soll aus Verkaufserlösen für Grundstücke in der Dannenberger Hermann-Löns-Straße erfolgen sowie aus Einsparungen im Vermögensetat und im Vorgriff auf die Kreisschulbaukasse 2005. Die Eilentscheidung sei notwendig gewesen, weil das günstige Angebot für die Klassencontainer nur bis zum 15. Juni galt.

 

Die Drawehn-Schule in Clenze muss in den beiden nächsten Schuljahren ihre größte Schülerzahl unterbringen. Von 638 Schülern in diesem Jahr steigt der Schulbesuch im nächsten Jahr auf 659 Schüler. Danach sinken die Schülerzahlen langsam bis auf 539 im Schuljahr 2009/10.

 

Der besseren Vorausschau nicht nur in Clenze wegen, sondern für alle Schulstandorte in Lüchow-Dannenberg, hatte die SPD-Fraktion in der Kreistagssitzung mehrere Anträge zum Thema gestellt. Welche Auswirkungen hat die Änderung der Schulstrukturen, die von der Landesregierung angestoßen wurde, wollte Klaus-Peter Dehde (SPD) wissen. Das sei noch nicht absehbar, lautete die Auskunft der Kreisverwaltung. Die nötigen Umbau- und Sanierungsarbeiten in den Schulzentren Lüchow und Dannenberg lägen voll im Zeitplan. Neue Bodenbeläge, neue Anstriche für Wände und Fenster, eine Deckensanierung in Dannenberg, das alles werde zum Schuljahresbeginn beendet sein, versprach die Verwaltung.

 

Die Musikschule steht nach Ansicht der Landesregierung angesichts der Haushaltslage zur Diskussion. Landrat Dieter Aschbrenner berichtete dem Kreistag über ein Gespräch im Innenministerium, in dem weitere Einsparungen unter anderem bei Schulen und der Musikschule angemahnt wurden. Er habe deutlich gemacht, dass niemand in Lüchow-Dannenberg die Musikschule schließen werde. Dafür werde es im Kreistag keine Mehrheit geben.

 

Eine ähnliche Bewertung erfuhren die Integrationsklassen für behinderte Kinder. Die Kreisverwaltung bekenne sich zu den Integrationsklassen, erklärte der 1. Kreisrat Martin Schultz zum Antrag der GLW-Fraktion. Wenn die Gesamtkonferenz in Clenze einen positiven Beschluss fasse, werde die Verwaltung die sächlichen Voraussetzungen schaffen. Wilhelm von Gottberg (CDU) forderte GLW-Sprecher Kurt Herzog auf, nicht nur immer Forderungen zu stellen, sondern auch etwas zur Finanzierung zu sagen. Elke Mundhenk (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass Integration ein Rechtsanspruch sei, keine Gnade, die von der Finanzierungsbereitschaft abhänge. Mit Mehrheit stimmte der Kreistag einem leicht veränderten GLW-Antrag mit den Zusagen für die Integration zu.

    

    


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