Schule ohne Rassismus - Ausstellung am 22.5.2001

   
   
   
        
   
   
   
   
   
   

Eröffnung der Ausstellung "Ich hab' den Krieg gezeichnet" durch den Anti-Rassismus Workshop der KGS Drawehn-Schule Clenze

Am Dienstag, den 22.5.2001, um 11:15 wird die Ausstellung "Ich hab' den Krieg gezeichnet" im Forum der KGS Drawehn-Schule Clenze eröffnet. Gleichzeitig damit fällt der Startschuss für den schulweiten Start unserer Anti-Rassismus Kampagne. Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Kurve Wustrow und der Cultur Cooperation aus Hamburg an unsere Schule gebracht worden. In dieser Ausstellung sind Bilder, die das Ehepaar Francoise und Alfred Brauner seit dem Spanischen Bürgerkrieg 1936 gesammelt hat, zu sehen. Zu sehen ist der sehr subjektive Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Kriegssituationen der letzten Jahrzehnte, von denen sie betroffen waren.  
Die Ausstellung ist pädagogisch und didaktisch deshalb besonders wertvoll, weil sie den Schüler(inne)n einen individuellen Zugang zu der Situation von Kindern und Jugendlichen im Krieg ermöglicht. Durch das Betrachten der Bilder wird den Schüler(inne)n nahegelegt, die Binnenperspektive von Menschen in Krisensituationen einzunehmen. Die so häufige Vogelflugperspektive anderer Materialien wird damit überwunden. Die Schüler(innen) werden also nicht nur ermuntert, über eine Situation zu reden, sondern mit den Augen der Beteiligten in die Situation hineinzugehen.  
Die 14 Schülerinnen des Anti-Rassimus Workshops und ich sehen in der Ausstellung einen wichtigen Beitrag zu der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz und Hass. Denn der echte Rassist will das Objekt seines Ressentiments nicht kennen, weil er weiß, dass er nur hassen kann, was er nicht tief genug kennt.  
Im Rahmen dieser Ausstellung wird am 8. Juni auch eine Lesung mit Lutz van Dijk stattfinden. Während der Eröffnung werden auch T-Shirts mit dem Aufdruck: "Die Zukunft braucht keine Parolen von gestern. Rassismus ohne mich!" und unser Schulvertrag gegen Rassismus, den möglichst viele Schüler(innen), Lehrer(innen), Eltern und Schulangestellte unterschreiben sollen, der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Ausstellung ist der erste schulweite und öffentliche Versuch unserer Anti-Rassismus-Gruppe an der Gestaltung einer humanen und gerechten Welt mitzuarbeiten.  
Bereits jetzt hat die Anti-Rassismus-Gruppe weit über die Schule für Aufmerksamkeit gesorgt, hat Kontakt zu Politiker(inne)n aufgenommen. Rebecca Harms und Klaus-Peter Dehde beglückwünschen uns zu unserem Engagement und wären gerne dabei, sind aber terminlich verhindert. (Herr Wojahn hat sich bis heute nicht gemeldet). Es wird Herr Herzog, stellvertretender Landrat, anwesend sein.

P.S.: Spenden für unsere Anti-Rassismus-Arbeit sind sehr erwünscht.


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