10 Jahre Förderverein am 28.03.2006


Teamarbeit im Orchester (EJZ vom 31.3.2006)

pw Clenze. Der Förderverein der Drawehn-Schule Clenze unterstützt viele Projekte, den Schwerpunkt legen die 203 Mitglieder jedoch auf die Big Band-Arbeit an der
Kooperativen Gesamtschule (KGS). So ist es folgerichtig, dass der Verein am Dienstag sein zehnjähriges Bestehen mit einem Konzert der vier Big Bands feierte.

In drei Reihen über die ganze Länge des Forums verteilt nahmen die knapp 100 Musiker und Musikerinnen fast ein Drittel des Raumes ein - ein eindrucksvoller Beweis der Bedeutung musikalischer Arbeit an der KGS mit ihren knapp 700 Schülern. Musiklehrer Arno Jäger, der die Big Band-Arbeit vor knapp sechs Jahren ins Leben gerufen hat, erinnerte angesichts der Nähe von Musikern und Publikum in
dem voll besetzte Raum an das englische Parlament, wo Opposition und Regierungspartei sich ähnlich nah gegenüber sitzen. Mit Stücken wie »Sunny Day», »Rockin» on Home» und »Hard Rock Blues» sorgten die Big Band-Beginners der 5. und der 6. Klassen sowie die Big Band-Juniors der 7. Klassen und die »Drawehntöne», in der die älteren Schülerinnen und Schüler spielen, dafür, dass der Funke von Anfang an auf das Publikum übersprang. Außerdem spielten Marie-Louise
Stegemann und Marie-Louise Lilge zwei Werke auf dem Klavier.

Der Fördervereinsvorsitzende Hartmut Lilge wies auf die Entwicklung der Big Band-Arbeit hin: Seit den bescheidenen Anfängen im Jahr 2000 sei ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Tatsächlich zeugte das präzise und ausdrucksvolle
Spiel schon der jüngsten Schüler vom hohen Niveau des Musikunterrichts. Und bestätigte, dass gemeinsames Musizieren die soziale Entwicklung fördert: »Im Orchester muss man Teamarbeit leisten, sonst hat man keine Chance», sagt Schulleiter Rainer Schlademann. Kein Wunder, dass der Andrang auf die Big Bands groß ist: Im vergangenen Herbst bewarben sich 40 Fünftklässler um einen der 27 Plätze. Ohne den Förderverein wäre das alles nicht möglich gewesen, betont Schlademann: Mit Unterstützung der Volksbank Clenze-Schnega hat der Verein drei Instrumenten-Sätze kreditfinanziert. Seitdem leiht er sie gegen eine monatliche
Miete zwischen 30 und 50 Euro an die Schüler aus. Der Förderverein bezahlt auch die externen Musiklehrer Falk Kindermann und Stefan Sell, die die KGS-Lehrer Arno Jäger, Meike Lühr und Konrad Breustedt unterstützen. Die Kosten für Instrumente und Versicherung, Noten und die Lehrer betrugen allein im vergangenen Jahr über 17 000 Euro. Die kostengünstige musikalische Ausbildung ist - neben dem sozialen Aspekt - ein Grund, warum die Big Bands bei Eltern so beliebt sind, sagt Karin Maske, stellvertretende Vereinsvorsitzende.

Ein Dia-Vortrag von Kassenwart Klaus Hoppmann wies auf viele weitere Projekte und Anlässe hin, die der Förderverein unterstützt. Für ihren Einsatz bedankte sich der Vorsitzende mit Blumen bei Klaus Hoppmann und Uta Quis. Die ist noch immer im Vorstand tätig, obwohl ihre Kinder die KGS bereits verlassen haben.

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

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