Der Fachbereich Deutsch / Ev. Religion / Werte und Normen stellt sich vor



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Fachbereich Deutsch

 

Der Deutschunterricht ist ein Sprach- und/oder Literaturunterricht, in dem der Heranwachsende den Zusammenhang zwischen der Literatur einer Zeit kennen lernt sowie den gesellschaftlichen Gegebenheiten wie auch stilgeschichtliche Epochen näher betrachtet. Die Zeit der Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik und Romantik überlappten sich auf vielfältige Weise und waren Teil einer großen kulturellen Bewegung und gewährleisten uns heute eine zeitliche Orientierung.

 

Ein kurzes Statement zur Sprache:

Sprache ist ein historisch wandelbares System und regionalen, sozialen und anderen Einflüssen ständig unterworfen. Sprache dient wie selbstverständlich zum Informationsaustausch – zur Kommunikation. Geschriebene Sprache ist ein komplexes Gebilde von Zeichen (Buchstaben), die die Kinder recht früh zu deuten, sprich lesen und schreiben, lernen. Bei genauem Betrachten erkennt man eine deutliche Struktur von Gesetzmäßigkeiten.

 

Deutschlehrer/innen unterrichten nach dem niedersächsischen Kerncurriculum und den Bildungsstandards, die in 5 Kompetenzbereiche eingeteilt werden:

 

1. Sprechen und Zuhören:

□ zu anderen sprechen

□ mit anderen sprechen

□ verstehend zuhören

□ vor anderen sprechen

□ szenisch spielen und gestalten

 

2. Schreiben

□ über Schreibfertigkeiten verfügen

□ Texte planen und entwerfen

□ richtig schreiben

□ Texte schreiben

□ Texte überarbeiten

 

3. Lesen – mit Texten und Medien umgehen

□ Strategien zum Leseverstehen kennen und anwenden

□ literarische Texte verstehen und nutzen

□ Sach- und Gebrauchstexte verstehen und nutzen

□ Medien verstehen und nutzen

 

4. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

□ Äußerungen/Texte in Verwendungszusammenhänge reflektieren und bewusst gestalten

□ Textbeschaffenheit analysieren und reflektieren

□ Leistungen von Sätzen und Wortarten kennen und sie für Sprechen, Schreiben und

   Textuntersuchung nutzen

□ Laut-Buchstaben-Beziehung kennen und reflektieren

 

5. Methoden und Arbeitstechniken

□ anwenden können

 

Fachbereich Ev. Religion/Werte und Normen

 

Manchmal werde ich gefragt: „Ach, Sie unterrichten Religion?“ Und ich denke bei mir, was will man mir damit nur sagen? Sehe ich gar nicht so aus, als würde ich ausgerechnet Religion unterrichten? Jedenfalls antworte ich gelassen: „Ja, mit Methoden, Tipps und Trends kommen Sie mit diesem Fach sicher durch das 21. Jahrhundert.“

 

„Bildung braucht Religion“, so die EKD – Ev. Kirche Deutschlands -! Die Ursprünge des Begriffs „Bildung“ liegen in der deutschen Mystik. Im Anschluss an Genesis 1,26f und 2. Kor. 3,18 sucht man ein deutsches Äquivalent zu dem lateinischen Wort „imago“ (das unbewusste erste entstehende Bild). In diesem Zusammenhang will Meister Eckhart (Philosoph und Theologe des 13. Jh.) zeigen, dass sich Gott in die menschliche Seele hineinbildet. Der Mensch ist somit Ebenbild Gottes.

Die geistesgeschichtlichen Wurzeln von Bildung und Christentum zu Beginn des abendländischen Schul- und Bildungswesens ist in den Kloster- und Domschulen zu finden. Dass die Beschäftigung mit der christlichen Religion sowohl aus kulturgeschichtlichen als auch aus anthropologischen und ethischen Gründen zum Bildungsauftrag öffentlicher Schulen dazugehört, wird heute von kaum jemand in Frage gestellt. Wem die historischen Wurzeln verschlossen bleiben, versteht die Strömungen der Gegenwart nicht und kann seine Zukunft nicht deuten, d.h. die Gegenwart und Zukunft ist nur zu meistern, wer die Geschichte in ihren Facetten kennt.

 

Religionslehrer/innen unterrichten nach dem niedersächsischen Kerncurriculum und den Bildungsstandards, die in Kompetenzbereiche eingeteilt werden.

 

Inhaltsbezogene Kompetenzbereiche:

o Nach dem Menschen fragen

o Nach Gott fragen

o Nach Jesus Christus fragen

o Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt und der Gesellschaft fragen

o Nach Glauben und Kirche fragen

o Nach Religionen fragen

 

Prozessbezogene Kompetenzbereiche:

o Wahrnehmungs – und Darstellungskompetenz – religiöse Phänomene wahrnehmen

   und beschreiben

o Deutungskompetenz – religiöse Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten

o Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen und

   Position beziehen

o Dialogkompetenz – religiöse und ethische Fragen kommunizieren und sich

   verständigen

o Gestaltungskompetenz – religiös relevante Ausdrucksformen gestalten und religiös

   begründet handeln

 

Der Religionsunterricht ist wie andere Fächer in die Schulkultur eingebettet, wie z. B. mit Gestaltung von Gottesdiensten bei der Einschulung, zur Entlassfeier, an Besinnungstagen und Projekten sowie außerschulischen Lernorten wie der Besuch einer Synagoge oder einer Moschee. Interkulturelles und interreligiöses Lernen ist eng miteinander verbunden und steht für das tolerante Zusammenleben von Menschen.

 

Schüler und Schülerinnen

→ werden befähigt einen Sinn und eine Orientierung für ihr Leben zu finden

→ erhalten ein Bild über Weltreligionen

→ lernen die Symbole der Religionen zu verstehen

→ werden befähigt über religiöse Fragen zu diskutieren

→ werden sensibel für gesellschaftliche Probleme

→ lernen zu einem guten Klassenklima beizutragen

→ werden fähig über Probleme der eigenen Konfession nachzudenken

→ erweitern ihr Allgemeinwissen/Kirchengeschichte im Zusammenhang mit

     politischen/geschichtlichen Auseinandersetzungen zu verstehen

→ werden zum Dialog über Werte und Normen befähigt, auch aus verschiedenen

     religiösen Traditionen stammend und lernen Generationskonflikte zu verstehen

→ werden befähigt ihren eigenen Standpunkt zu gesellschaftlichen Fragen auf der

     Grundlage theologischer Kriterien zu finden

→ erhalten ein Gespür für die christliche Religion, die oft unsichtbar jeden Menschen

     auszeichnet

→ lernen Diakonie verstehen

→ Sterben, Tod und Auferstehung im christlichen Glauben wie auch in anderen

    Weltreligionen

→ Glauben vs. Okkultismus

→ u. v. m.

 

Das Fach steht weiterhin für die „Herzensbildung“, die den Anderen für wertvoll erachtet. Der Mensch erkennt den Anderen als seinen Nächsten und sein Gegenüber ist wertzuschätzen. Die „Goldene Regel“ aus Matth. 7, 12: „Alles was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“ sind in der Umsetzung die Wurzeln des Friedens.

 

Werte und Normen

Das Fach Werte und Normen ist nach dem niedersächsischen Schulgesetz Ersatzfach und tritt in Kraft, wenn ein Schüler oder eine Schülerin aus Gewissensgründen am Religionsunterricht nicht teilnehmen kann.

 

Grundlegendes Wissen von Judentum, Christentum, Islam sowie Buddhismus und Hinduismus soll von allen Schülern und Schülerinnen verstanden werden. Weiterhin erfolgt eine rationale Verständigung in unserer Gesellschaft über Werte. Nur über die Reflexion der Geschichte, über Begriffe wie Freiheit, Individuum und Moral und über das Begreifen der Deutungszusammenhänge von religiösen Systemen und von deren eigenen Voraussetzungen her wird eine solche Verständigung möglich.

 

Der Fokus liegt auf folgenden Aspekten:

Reflexion der Grundlagen von Moral und Recht,

Reflexion der Grundlagen dessen, was geglaubt wird (Religion), und dessen, was man hoffen darf (Vernunftglaube),

Reflexion des Verhältnisses von Gesellschaft und “Werten und Normen”.

 

Grundlegende Kompetenzen:

- Befähigung zur ethischen Urteilsbildung

- Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung

 

P. Rahlfs, Fachbereichsleiterin bis Okt. 2014


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