Wirtschaftliche Folgen des Hochwassers


W i r t s c h a f t l i c h e   F o l g e n   d e s   E l b a u s b a u s

 

1990 wurde ein Antrag zum Ausbau der Elbe gestellt und genehmigt. Bei diesem Ausbau soll die Elbe vertieft und die Breite verringert werden. Dadurch können mehr und größere Schiffe auf der Elbe fahren und dementsprechend werden z.B. mehr Verladestationen gebaut. Dadurch steigt die Zahl der Arbeitsplätze und die Infrastruktur wird vergrößert. Für den Elbausbau sind alleine für 2003 4,5 Milliarden Euro eingeplant. Doch der bisherige Elbausbau ist ein Grund dafür, dass das Hochwasser so große Schäden verursacht hat. Durch dieses Hochwasser beträgt die Summe der Schäden alleine in Sachsen circa 15 Milliarden Euro. Allerdings ist noch nicht abzusehen, ob durch den entstandenen Schaden sich die Wirtschaft verbessert oder verschlechtert. Am 15. September 2002 hat die erste "nationale Flusskonferenz" den Elbausbau vorübergehend gestoppt und ein Programm zur Bekämpfung des Hochwassers vorgestellt.

   

   

   

 

F i n a n z i e l l e   U n t e r s t ü t z u n g e n   f ü r   d i e   O p f e r

 

STAAT

- gibt 100.000 Euro an die Bundesländer,

davon stehen Betrieben bis zu 15.000 Euro zu und Privathaushalten bis zu 10.000 Euro

 

- für Schuldenerlasse und Zuschüsse kann man bis zu 50 000 Euro bekommen

 

INDUSTRIE/VEREINE

- Tonwerke stellten Dachpfannen für

10 Hausdächer zur Verfügung

 

- Zucker AG spendeten 20 Tonnen Viehfutter

und 3 Tonnen Haushaltszucker

 

- Reisegesellschaft spendete 100 Reisegutscheine

 

- Autokonzern spendete eine Million Euro

 

- Landeskirche erlässt Landwirten für ein Jahr die Pacht

 

- Kirchensteuer geht an die Flutopfer

 

- Finanzdienstleistende spenden 250.000 Euro, die Hälfte davon kommt von den Mitarbeitern, die auf ihre Sonderzahlung verzichten

 

- Kunststoff GmbH spenden Matratzen im Wert von 70.000 Euro

an die betroffenen Behinderten 

 

- Hannover lädt Kinder in Feriendörfer ein

 

- Wolfsburg richtete ein Spendenkonto mit 100.000 Euro ein, in den ersten Tagen kamen knapp 10.000 Euro hinzu

 

- und vieles vieles mehr

 

EUROPÄISCHE UNION

- gibt 12 Milliarden Euro als günstigen Kredit

   

 

W i r t s c h a f t l i c h e   F o l g e n   i n   d e r   L a n d w i r t s c h a f t

 

Die Landwirte beschreiben ihre diesjährige Ernte als "Totalverlust", diese Schäden und schlechte Erträge sind größten Teils auf das Hochwasser zurückzuführen. Die schlechteste Getreideernte seit sechs Jahren hat durch die überfluteten Getreidelager noch höhere finanzielle Schäden zur Folge. Der wirtschaftliche Schaden des beim Hochwassers umgekommenen Viehs und der Ernte wird bisher auf 267Millionen Euro geschätzt. Durch diese Schadensbilanz, bei der viel Vieh und viele Millionen Tonnen Ertrag und deren Qualität verloren gegangen sind, wird es in den betroffenen Gebieten zu Preiserhöhungen in der Lebensmittelbranche kommen. Da viele Waren durch das Wasser verloren gegangen sind, sinkt das Angebot, somit die Einnahmen und dadurch kommen die Verkäufer in finanzielle Notlagen. Sie versuchen durch Preiserhöhungen das finanzielle Tief zu überbrücken. Für die Verbraucher bedeutet dies ein Anstieg von Lebenshaltungskosten.

   

   

   

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