Leben früher


So lebte man früher in Rundlingsdörfern

 

Die Leute waren aufeinander angewiesen. Sie brauchten bei der Ernte meistens Hilfe, da sie sonst mehrere Tage ernten mussten. Die Männer schnitten das Getreide und den Flachs mit der Sense und die Frauen banden es zusammen. Im Sommer wurde der Flachs von den Feldern geholt und im Winter bearbeitet. Von morgens bis abends wurde der Flachs gesponnen und gewebt. Im Frühjahr hatte dann jede Familie ca. 2500 Ellen fertig gearbeitet. Die Eltern arbeiteten den ganzen Tag auf dem Feld und die Großeltern kümmerten sich um die Kinder.

 

Nach der Ernte trafen sich meistens die Nachbarn. Sie sangen oder erzählten sich Geschichten. Früher gab es kleine Wohnräume und große Wirtschaftsräume. An den Seiten waren die Ställe für die Pferde und Kühe, aber die Schweine hatten draußen einen extra Stall. Die Tiere waren auch im Haus, damit das Haus warm wurde. In einem Haus haben drei Generationen gewohnt. Wenn die Leute alt wurden, fühlten sie sich nutzlos und wollten sterben. Wenn Leute lange krank waren, wurden sie von ihrer Nachbarschaft besucht. Starb jemand, wurde das ganze Dorf zur Trauerfeier eingeladen.

 

Wenn die Kinder älter waren, dann mussten sie mit den Eltern auf das Feld. Die Eltern waren verantwortlich für die Ernte.

 

Alle Leute liefen das ganze Jahr barfuß. Die Kinder trugen ein einfaches Leinenkleid. Die Erwachsenen trugen Kleider aus Leinen.

 

Es gab eine Butze, in der schliefen die Eltern, manchmal auch kleine Kinder. Meistens schliefen die Kinder auf Bänken. Die Knechte und Mägde nahmen am Familienleben teil.

 

Bis 1780 gab es keine Schule. In den Schulen wurde Deutsch, Rechnen und Lesen unterrichtet. Die meisten Leute konnten nicht mal einen Brief unterschreiben, deshalb haben sie ihn mit drei Kreuzen (xxx) unterschrieben. Weil viele Kinder zu Hause arbeiten mussten, gingen nur wenige zu Schule. Schulen gab es in den Städten wie Lüchow, Clenze und Dannenberg Außerdem gab es auch in Dörfern Schulen, bloß da waren alle Kinder in einer Klasse. Ein Lehrer unterrichtete gleichzeitig in 8 Jahrgangsstufen. Am Anfang gingen die Kinder nur manchmal zur Schule, später gingen sie bis zur 8. Klasse.

 

Das einzige Bildungsziel war es, dass die Kinder über das Christentum und die wahre Gottesfurcht erfuhren. In die Schule musst man, wie heute, im sechsten Lebensjahr. Die Schulpflicht endete, wenn die Schüler für tüchtig befunden wurden, zur Beichte und zum heiligen Abendmahl zu gehen. Wenn die Eltern es nicht wollten, dass ihre Kinder zur Schule gingen, wurden sie gezwungen.


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