Bussau früher


Das Rundlingsdorf Bussau

 

Die Rundlingsdörfer sind eine spezielle Bauform aus Norddeutschland. Sie wurde von den Slaven aus östlich gelegenen Gebieten eingeführt. Das Besondere an einem Rundlinge ist, dass die Häuser kreis- oder hufeisenförmig um einen Dorfplatz angeordnet sind. Das Rundlingsdorf hat nur einen Eingang, der zugleich Ausgang ist. Die Grundstücke sind zum Dorfplatz hin schmal und werden nach hinten breiter, das heißt, die Häuser stehen zum Dorfplatz hin enger zusammen. die Häuser der Rundlingsdörfer sind im Fachwerkbaustil konstruiert. Das große Tor zur Scheune liegt in Richtung Dorfplatz, die Wohnung liegt hinten im Haus.

 

Das Rundlingsdorf, das wir beschreiben, heißt Bussau und liegt im Wendland. Im Wendland gibt es sehr viele Rundlinge. Es gab 1880 einen großen Brand in Bussau, bei dem drei Häuser völlig zerstört wurden. Rundlingsdörfer sind sehr anfällig für Großbrände, da die Häuser sehr eng zusammen stehen und früher mit Reet gedeckt waren. Bussau hatte sieben Vollhufner. Eine Vollhufe war die Fläche, von der sich eine Bauernfamilie ernähren konnte. Eine Vollhufe war hier zehn Hektar groß, während sich in Gebieten mit besseren Böden eine Familie von der halben Fläche ernähren konnte. Die Kirche liegt außerhalb des Dorfes und etwas erhöht, weil man nicht wollte, dass das Grundwasser die Toten erreichte. Das Dorf hat auch eine Schule, die jetzt aber nicht mehr benutzt wird und als Wohnung dient. Heute gibt es in Bussau noch einige Häuser im ursprünglichen Zustand aber die meisten wurden im Fachwerkstil renoviert.


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