Lüsen


Der Bauernhof von Adolf Schulze - ein Bericht von Marcel Merten

 

Auf dem Hof leben Schweine, Pferde, Hühner, Enten, Rinder und Katzen.
Fünf Rinderrassen sind auf dem Hof vertreten:
-Shadowy (fast weiß, cremefarben)
-Fleckvieh (weißer Kopf, rotbraunes Fell)
-Pimantesa (schwarzes, kurzes Fell)
-Galloway (schwarzes, lockiges Fell)
-Energinangos (schwarzes, kurzes Fell)

Die Kuh (Fleckvieh)

Berta ist 12 Jahre alt und die älteste Kuh auf dem Hof. Sie wurde auf dem Hof geboren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rindern des Hofes, die auf der Weide stehen, bleibt Berta fast nur im Stall.
Auf der Weide standen noch 23 Rinder und 8 Kälbchen, die abends auch in den Stall getrieben werden.
Berta wird nur zur Zucht gebraucht. Generell werden auf dem Hof Rinder ab einem Lebensalter von 24 Monaten geschlachtet. Milchkühe werden überhaupt nicht gehalten.
Rinder haben eine Lebenserwartung von 12-15 Jahren. Rinder haben einen Wasserbedarf von 50 l pro Tag. Im Sommer fressen sie hauptsächlich Gras und Heu, im Winter fressen sie Maissilage, Gerstenschrot und Heu.
Die Tiere benötigen keine besondere Pflege, sie reinigen mit dem Schwanz ihr Fell. Kühe säubern sich auch mit der Zunge. Mit den Stellen, die sie nicht erreichen können, reiben sie sich zum Beispiel an Bäumen. Außerdem belecken Kühe einander häufig am Kopf und Hals, vermutlich tut ihnen das gut.
Allen Tieren wird jährlich vom Tierarzt eine Blutprobe entnommen, die auf verschiedene Erreger getestet wird.
Nur gesunde Tiere werden geschlachtet.

Das Schlachten

Als erstes wird die Kuh mit einem Schussapparat betäubt und dann abgestochen. Ihr wird das Fell abgezogen und die Innereien entfernt. Danach untersucht der Tierarzt das Fleisch, ob es Krankheitserreger enthält. Kopf, Rückenmark, Gedärme und schlechtes Fleisch werden weggeworfen. Das Fleisch wird verarbeitet zu Rouladen, Braten, Gulasch, Hackfleisch, Suppenknochen und Wurst.

Rinder

Das Rind ist das wichtigste Nutztier. Es kann Gras mit wenig Nährwert zu Milch mit viel Nährwert verarbeiten. Zu diesem Zweck hat das Rind vier Mägen. Rinder, Ziegen und Schafe
verdauen ihr Futter auf die gleiche Weise und heißen Wiederkäuer. Manche Rinderrassen werden wegen ihres Fleisches, andere wegen ihrer Milchleistung und einige wegen beidem gehalten. In manchen Ländern dient das Rind auch als Zugtier.
Der vordere Oberkiefer des Rindes ist zahnlos. Das Tier umfasst mit seiner Zunge das Gras und zieht es ins Maul. Mit den Backenzähnen käut es das Futter wieder.
Bei den meisten Rassen tragen Stiere wie Kühe Hörner. Sie werden beim Jungvieh gewöhnlich gekürzt, damit die Tiere einander nicht verletzen. Manche Rassen haben überhaupt keine Hörner.
Die meisten Rinder haben ein dichtes kurzes Fell. Manche Rassen, die im kalten Klima leben, tragen ein langes Fell, das sie warm hält. Die Rinderhaut kann zu Leder verarbeitet werden.
Das Rind ist ein Paarzeher. Seine Spur erkennst du an den beiden Zehen der Hufe.
Die Kuh hat ein Euter mit vier Öffnungen. Das sind die Zitzen. Hat die Kuh das erste Mal gekalbt, beginnt das Euter Milch zu produzieren. Das Kalb saugt aus den Zitzen die Milch.

Die Verdauung des Rindes

Das Rind schluckt das Gras hinunter, ohne es richtig zu kauen. Zuerst gelangt es in den
Pansen, wo es durch einen Gärungsvorgang aufgeweicht wird. Wenn das Rind ruht, treten kleinere Futtermengen in den Netzmagen über; sie werden dort zu Bällchen geformt und ins Maul zurückbefördert. Hier wird das Futter noch einmal gründlich durchgekaut und wieder verschluckt. Im Netzmagen wird ein Teil des Futters gespeichert und Stein-Metall-Stücke werden hier abgefangen. Das wiedergekäute Futter gelangt in den Blättermagen und verdautes Futter gelangt in den Pansen zurück. Der Rest wandert in den Labmagen.

   


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