Theresa


         

                        Theresas Großmutter                            Theresa

 

Was weiß ich eigentlich über meine Oma und ihre Kindheit?

 

Meine Oma ,Rose-Marie (Ihren Mädchennamen weiß ich nicht, angeheirateter Name ist Steffens) lebte als sie klein war glaub ich nicht so im großen Luxus.

Sie wurde von ihren Eltern auch nie aufgeklärt und konnte auch sonst (glaub ich )nicht gut mit ihren Eltern offen über Probleme mit Freunden oder so etwas sprechen. Sie hat sehr früh geheiratet Heute wohnt sie mit ihrem Mann (meinem Opa) in Markoberdorf.

 

Was mir meine Oma aus ihrer Kindheit erzählt hat.

 

Meine Oma erzählte mir , dass bei ihr nur selten Freunde übernachtet haben.

Modisch war zu ihrer Zeit Dirndl, Faltenröcke, Blusen, flache Schuhe. Sie zog immer von ihrer Mutter Oder einer Schneiderin genähte Anziehsachen an. An eigenen Besitz hatte sie Bücher, Puppen, ein Akkordeon, eine Geige, Fahrrad, Roller und einen Schlitten.

Sie fuhr nicht viel alleine weg, sonst hätte sie so mit 13/14 gedurft, den ersten Freund hatte sie mit 13 Jahren. Sie wurde aber nicht aufgeklärt, sie hat es sich selbst durch lesen so mit 18 erarbeitet. Das Verhältnis

In der Familie war sehr gut .Sie wurde nicht geschlagen. Oma hat viele Ausflüge mit ihrer Familie gemacht und fühlte sich sehr wohl. Früher wollte sie immer einen Bauer oder Förster heiraten. Heute ist sie verheiratet und hat 5 Kinder großgezogen. Sie hatte einen jungen jugoslawischen König als Idol, den sie einmal in der Zeitung gesehen hatte. Zu Hause aß sie Kartoffelsalat mit Würstchen, Kartoffelsuppe, „Klöße“ dazu Fleisch und Sauerkraut.

In die Schule nahm sie immer Graubrot und einen Apfel zum essen mit. Der Unterricht ging von 8.00uhr bis 13.00Uhr, sie musste aber schon um 7.00Uhr mit dem Zug losfahren. Es wurde Deutsch , Bio., Mathe, Sport, Physik, Chemie, ,Englisch, Latein, Handarbeiten unterrichtet. Sie machte das Abitur, wurde Lehrerinn und nach dem Staatsabitur Sportassistentin. An Spielen spielte sie verstecken, fangen, Mutter und Kind. Am Geburtstag wurde mit Freunden gefeiert und es gab eine große Torte. An Geschenken gab es Bücher und Stifte.

Freizeit zum spielen hatte sie eigentlich viel, da sie nur manchmal im Haus helfen musste, Samstags hatte sie auch keinen Unterricht. Meine Oma kriegte so mit 13/14 1 DM in der Woche, sie hatte auch ein eigenes Zimmer das war allerdings sehr klein. Sie wurde einmal in der Woche gebadet, aber sie hat sich jeden Tag ganz gewaschen. Ihre Lieblingsbücher waren die von Karl-May, so ab 11 Jahren. Die Hitlerzeit fing an , als sie 12 Jahre alt war. Sie war unpolitisch aber ihre Mutter erzählte ihr immer wie schrecklich er war.

Mit 17 Jahren musste sie fliehen und alles zurück lassen.


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