Carla


         

                         Carlas Großmutter                            Carla

 

Was weiß ich eigentlich über meine Oma und ihre Kindheit?

 

Sie heißt Gertrud Franz.

Ihr Geburtsname lautete Hut und sie wurde am 16.08.1922 geboren.

Sie ist in Freigericht Brenbach aufgewachsen.

Mehr weiß ich nicht über ihre Kindheit nicht.

 

Was mir meine Oma aus ihrer Kindheit erzählt hat.

 

Gemeinsam mit ihrer Schwester Agnes besaß sie Bücher und Spielzeug. Manchmal durften Freundinnen bei ihr übernachten. Ein eigenes Zimmer besaß sie nicht, sondern sie musste sich mit 2 anderen Geschwistern 2 Betten teilen.  Mit 16 Jahren durfte sie das erstemal alleine ausgehen. Mit 17 hatte sie ihren ersten Freund. Ihr Lieblingsgericht waren Horbacher Klöße. Als Pausenbrot bekam sie Wurstbrot. Der Unterricht begann meistens um 8.00 Uhr und endete um 12.00 Uhr, zweimal in der Woche von 14.00Uhr bis 16.00Uhr. sie kam zu Fuß dorthin.

Es wurden Rechnen, Schreiben, Lesen, Zeichnen, Religion, Heimatkunde, Erdkunde, Singen und Turnen als Fächer unterrichtet.

Zum Anziehen besaß sie wenige Kleider und Schürzen. Süßigkeiten sowie selbst gebackene Kuchen oder Plätzchen gab es auch nur wenig.

Als Zeitvertreib in der Freizeit spielte sie „Schlagball, Verstecken, Mensch ärgere dich nicht“.

Ihr Geburtstag wurde mit Kaffee und Kuchen gefeiert. Als Geschenke gab es nur nützliche Sachen wie Kleider und Schuhe.

Sie hatte eine 8-jährige Schulausbildung und einen Hauptschulabschluss. Als Beruf lernte sie Zigarrenwickelmacherin. Freizeit hatte Sie auch nicht viel nachmittags ca.2-3std.Samstags gab es Unterricht. Sie bekam kein Taschengeld. Sie hatte eigene Schulbücher.

Aufgeklärt wurde sie von einer Freundin. Das Familienverhältnis war harmonisch.

Einen Traumberuf hatte sie nicht. Auch keinen Star oder Idol.

Einmal in der Woche wurde gebadet die Kleider wurden zwei mal pro Woche gewechselt.

Sie hatte kein Radio. Die Abende verbrachte sie mit Handarbeiten. Es gab viele Hausaufgaben.

Die Hitlerzeit erlebte sie mit Angst und Unsicherheit. Sie war eine gute Schülerin.

Die Mode war etwa knielang und wurde meistens selbst genäht.

Meine Großmutter hatte kein Lieblingsbuch.


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